Doç. Dr.Sezin Özer
Endodontie

Wurzelkanalbehandlung in Samsun

Rettung des Zahns vor der Extraktion, indem der entzündete oder infizierte Zahnnerv entfernt und die Wurzelkanäle dicht verschlossen werden.

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Dental Prime · Atakum / Samsun

Wurzelkanalbehandlung
Endodontie

Bei der Wurzelkanalbehandlung wird das entzündete oder infizierte Pulpagewebe im Inneren des Zahns behutsam entfernt, die Kanäle werden desinfiziert und dicht gefüllt – so lässt sich der Zahn vor der Extraktion bewahren. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und verläuft für die meisten Patienten komfortabel; er beseitigt die eigentliche Ursache der Schmerzen und zielt darauf ab, den natürlichen Zahn viele Jahre zu erhalten. In unserer Praxis in Samsun-Atakum werden Wurzelkanalbehandlungen bei Kindern und Erwachsenen nach aktuellen Methoden geplant.

Warum ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Unter den harten Schmelz- und Dentinschichten jedes Zahns liegt ein lebendes Gewebe aus Blutgefäßen und Nerven. Dieses als Pulpa bezeichnete Gewebe versorgt den Zahn in jungen Jahren und unterstützt seine Entwicklung; nach der Ausreifung des Zahns hilft es zudem, Reize wie Wärme und Kälte wahrzunehmen. Es ist dieses Gewebe, das den Zahn am Leben hält.

Durchdringt eine nicht rechtzeitig behandelte Karies die harten Schichten des Zahns und erreicht die Pulpa, entzündet sich dieses empfindliche Gewebe. Da die Pulpa in einem geschlossenen, von harten Wänden umgebenen Raum liegt, führt der entstehende Druck zu pochenden Schmerzen, die sich besonders nachts verstärken. Ohne Behandlung verliert die Pulpa ihre Vitalität; selbst wenn der Schmerz eine Zeit lang nachlässt, werden die Wurzelkanäle zu einem geschützten Rückzugsort für Keime, und die Infektion kann von der Wurzelspitze in den Kieferknochen fortschreiten und die im Röntgenbild sichtbaren Entzündungsherde an der Wurzelspitze (Abszesse) verursachen.

Antibiotika allein können dieses Problem nicht lösen, denn über den Blutkreislauf gelangen Medikamente nicht in das Innere des Zahns. Eine Behandlung, die an der Ursache ansetzt, bedeutet: das infizierte Gewebe in den Kanälen entfernen, das Kanalsystem desinfizieren und es so dicht verschließen, dass sich Keime dort nicht erneut ansiedeln können.

  • Pochende Zahnschmerzen, die ohne erkennbaren Anlass einsetzen
  • Starke, nachts zunehmende Schmerzen, die den Schlaf rauben
  • Durch Wärme oder Kälte ausgelöstes, minutenlang anhaltendes Ziehen
  • Empfindlichkeit, die beim Kauen oder bei Berührung deutlich wird
  • Farbveränderungen des Zahns wie Ergrauen oder Mattwerden
  • Schwellung von Zahnfleisch oder Gesicht, eitrige Fistel am Zahnfleisch

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die richtige Behandlung beginnt mit der richtigen Diagnose. Der erste Schritt ist das Zuhören: Wann und wie der Schmerz begonnen hat, wie lange er anhält, der allgemeine Gesundheitszustand und eingenommene Medikamente liefern die ersten Hinweise. Diese Angaben helfen zu unterscheiden, ob die Beschwerden vom Zahn ausgehen oder eine andere Ursache haben, etwa eine Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Erkrankung des Kiefergelenks.

Der zweite Schritt sind klinische Tests. Der Kältetest zeigt die Vitalität des Nervs und seine Reaktion auf die Entzündung; beim Perkussionstest wird der Zahn leicht beklopft, um zu prüfen, ob sich die Entzündung bis zur Wurzelspitze ausgebreitet hat; die Palpation des Zahnfleischs beurteilt den Zustand des Gewebes rund um die Wurzel.

Der letzte Schritt ist die Bildgebung. Kleine periapikale Röntgenaufnahmen liefern wertvolle Informationen über die Wurzeln und den umgebenden Knochen; bei Bedarf werden mehrere Aufnahmen desselben Zahns aus verschiedenen Winkeln angefertigt. In diagnostisch schwierigen, komplexen Fällen kann die digitale Volumentomographie (DVT) zum Einsatz kommen. Entscheidungen zur Bildgebung folgen stets dem Grundsatz, mit möglichst wenig Strahlung möglichst genaue Informationen zu gewinnen.

Moderne Behandlungsmethoden

Zu Beginn werden der Zahn und das umliegende Gewebe örtlich betäubt. Anschließend wird der Zahn mit einem dünnen Gummituch, dem sogenannten Kofferdam, vom übrigen Mundraum isoliert. So können Keime aus dem Speichel nicht in die Kanäle gelangen, Desinfektionslösungen fließen nicht in den Mund, und es entsteht ein sauberes, trockenes Arbeitsfeld.

Um die Pulpakammer zu erreichen, wird eine präzise Zugangsöffnung angelegt. Die moderne Endodontie arbeitet minimalinvasiv: Gesunde Zahnsubstanz wird so weit wie möglich erhalten, denn die langfristige Stabilität des Zahns hängt von der Menge des verbleibenden gesunden Gewebes ab. Bis zu welcher Tiefe ein Kanal gereinigt wird, misst ein elektronisches Längenmessgerät (Apex-Locator) mit hoher Genauigkeit; das Ergebnis wird in der Regel mit einer kleinen Röntgenaufnahme bestätigt.

Die Kanäle werden mit flexiblen, maschinell betriebenen Nickel-Titan-Instrumenten mechanisch geformt und gleichzeitig mit Lösungen wie Natriumhypochlorit und EDTA chemisch desinfiziert. Beide Verfahren ergänzen einander; die Wirksamkeit der Spüllösungen lässt sich durch Techniken wie die Ultraschallaktivierung steigern.

Die gereinigten und getrockneten Kanäle werden mit gewebeverträglicher Guttapercha und Wurzelkanalzement (Sealer) dicht gefüllt. Biokeramische Sealer, die eine chemische Verbindung mit der Zahnhartsubstanz eingehen und die Bildung von Hartgewebe unterstützen, zählen zu den aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Die Langlebigkeit des Zahns nach der Behandlung

Mit der Wurzelfüllung ist die Behandlung noch nicht abgeschlossen. Die Lebensdauer eines wurzelkanalbehandelten Zahns hängt eng mit der Qualität und dem Zeitpunkt der endgültigen Versorgung zusammen. Wird der Zahn mit einer undichten Füllung verschlossen, können Keime mit der Zeit erneut in die Kanäle gelangen; die endgültige Versorgung sollte deshalb so bald wie möglich erfolgen.

Die hinteren Zähne, die den Großteil der Kaukräfte tragen, werden nach einer Wurzelkanalbehandlung anfälliger für Frakturen. Für diese Zähne werden Versorgungen empfohlen, die ihre Höcker vollständig fassen, etwa Onlays oder Kronen. Wurzelstifte – umgangssprachlich oft als „Schraubzähne“ bezeichnet – verstärken den Zahn nicht; sie geben dem Aufbau lediglich Halt, wenn zu wenig Substanz verblieben ist, und kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie wirklich notwendig sind.

Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und eine gute Mundhygiene sind der wichtigste Beitrag, um die Gesundheit eines wurzelkanalbehandelten Zahns zu erhalten.

Wurzelkanalbehandlung bei Kindern und jungen bleibenden Zähnen

In der Kinderzahnheilkunde hängt die Behandlungsentscheidung davon ab, ob es sich um einen Milchzahn oder einen bleibenden Zahn handelt. Bei Milchzähnen wird meist nicht der gesamte Nerv entfernt; bevorzugt werden vitalerhaltende Verfahren wie die Pulpotomie (Amputation), bei der nur der betroffene Anteil abgetragen wird.

Bei jungen bleibenden Zähnen, deren Wurzeln noch nicht vollständig ausgebildet sind, steht der Erhalt der Pulpavitalität im Vordergrund, damit das Wurzelwachstum weitergehen kann. Doz. Dr. Sezin Özer führt die Behandlung bei Kindern mit Techniken der Verhaltensführung wie Tell-Show-Do durch – in einem Ablauf, der das Tempo des Kindes respektiert; ist keine Mitarbeit zu erreichen, werden Sedierungsoptionen geprüft.

Wurzelkanalbehandlungen bei erwachsenen Patienten werden von unseren Zahnärzten der Dental Prime Klinik in Samsun-Atakum anhand der Untersuchungsbefunde geplant und durchgeführt.

Ablauf

Die Behandlung Schritt für Schritt

1

Untersuchung und Bildgebung

Die Schmerzgeschichte wird erhoben; klinische Tests und Röntgenaufnahmen zeigen den Zustand des Zahns, und der Behandlungsplan wird festgelegt.

2

Betäubung und Isolierung

Der Zahn wird örtlich betäubt und mit dem Kofferdam vom Speichel isoliert; so entsteht ein sauberes Arbeitsfeld.

3

Reinigung der Kanäle

Über eine präzise Zugangsöffnung werden die Kanäle mit flexiblen Instrumenten und Desinfektionslösungen gereinigt und geformt.

4

Wurzelfüllung

Die getrockneten Kanäle werden mit Guttapercha und Wurzelkanalzement dicht verschlossen.

5

Endgültige Versorgung

Der Zahn wird so bald wie möglich mit einer Füllung oder Krone versorgt; regelmäßige Kontrollen begleiten die Heilung.

Häufig gestellte Fragen

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